"Besonnung kann Krebsrisiko senken"

Studie belegt: Gang unters Solarium kann Gefahr, an Gebärmutterschleimhautkrebs zu erkranken, minimieren

Gute Nachricht für alle Frauen: „Regelmäßige Besonnungseinheiten können das Risiko, an Gebärmutterschleimhautkrebs zu erkranken, deutlich minimieren“ – zu dieser Erkenntnis sind schwedische Forscher gekommen.

Bei Frauen, die häufiger Solarien nutzen, vermindert sich das Risiko, an Gebärmutterschleimhautkrebs zu erkranken um 40 Prozent im Vergleich zu Frauen, die auf Sonnenbaden und Besonnung weitestgehend verzichten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie schwedischer Forscher, die jetzt im British Journal of Cancer veröffentlicht wurde.

Wie kamen die Ergebnisse zustande?
„Die Forschergruppe führt ihre Befunde darauf zurück, dass die mit dem Besonnen verbundene höhere UVB-Bestrahlung des menschlichen Körpers den Vitamin-D-Pegel nachhaltig verbessert, insbesondere in den Wintermonaten. Vitamin D wiederum spielt, wie medizinische Untersuchungen gezeigt haben, eine wichtige Rolle für die Zellgesundheit“, erläutert Ad Brand, der Sprecher des Sunlight Research Forums (SRF). Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumkrebs) ist die häufigste Form von Gebärmutterkrebs. Die Studie der schwedischen Wissenschaftler ist die erste größere Untersuchung, die der Frage nach einem Zusammenhang zwischen Besonnung und dem Risiko, an Endometriumkrebs zu erkranken, nachgegangen ist.

Informationen zur Krankheit
Vom Gebärmutterschleimhautkrebs sind überwiegend Frauen im Klimakterium betroffen (gr. klimaktér, „Stufenleiter, kritischer Zeitpunkt im Leben.“ Das Klimakterium ist wie die Pubertät ein natürlicher Abschnitt im Leben einer Frau nach der Mesopause). Die Häufigkeit liegt in den westlichen Ländern etwa bei dem Doppelten des Zervixkarzinoms (Gebärmutterhalskrebs). In Deutschland wurden im Jahr 2002 mehr als 11.000 Neudiagnosen gestellt. Man nimmt an, dass langjährige erhöhte Östrogenkonzentrationen die Tumorentstehung fördern; z.B. tragen Frauen mit Zyklusstörungen, später Menopause oder Hormonersatztherapie ein höheres Risiko als der Bevölkerungsdurchschnitt. Übergewicht erhöht ebenfalls den Östrogenspiegel und das Tumorrisiko. Ob eine Gefahr durch Phytoöstrogene (östrogenartige Substanzen in Nahrungsmitteln) besteht, ist bisher nicht geklärt. Die Erkrankung kann nur selten im Rahmen von Früherkennungsuntersuchungen bemerkt werden. Fortschreitende Tumore machen sich zuerst durch irreguläre Blutungen bemerkbar, meist sind sie dann noch durch eine Operation heilbar. Die Diagnose wird durch eine Ausschabung der Gebärmutter gesichert. Inoperable Tumore werden nur bestrahlt. Quelle: www.wikipedia.org

Das Sunlight Research Forum
Das SRF ist eine NON-Profit-Organisation mit Sizt in den Niederlanden. Ihr Ziel ist es, die neuesten medizinischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Effekte maßvoller UV-Strahlung auf den Menschen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das SRF will neben Privatpersonen vor allem die Entscheidungsträger der Politik mit korrekten Informationen versorgen, damit sie auf deren Grundlage die richtige Gesundheitspolitik betreiben können. Infos: www.sunlightresearchforum.nl